Die Sache mit dem Pizzateig

„Wieso hab ich das eigentlich nicht schon viel früher ausprobiert?“ „Na ganz einfach, weil du dumm bist!“ „Moooment mal, so funktioniert das nicht, Hirn. Wenn du mich beleidigst, beleidigst du dich selbst auch.“ „Oh, achso, sorry. Na dann: Weil wir dumm sind!“ Zu seiner Verteidigung: das läuft nicht immer so zwischen mir und meinem Hirn ab. Nur manchmal, wenn ich mich wirklich frage was eigentlich das Problem daran war die Transferleistung von perfektem Pizzateig zu perfektem Pizzabrötchen hinzubekommen.

Mir fällt dabei wieder auf, dass die Kochbasics – also Salatdressings, Spätzle, Soßen, Pizzateig – in ihrer Umsetzung oft gar nicht so einfach sind, wie sie sein sollten. Je weniger Zutaten, umso mehr kommt es eben darauf an was man daraus macht und vor allem WIE man es macht. Wer meinen Blog schon etwas kennt, weiß, dass ich meine Ängste in puncto Spätzle erst kürzlich überwunden hatte und Ängste anderer zum Beispiel in meinem Beitrag über den perfekten Hefezopf verarbeitet habe. Der Pizzateig ist da weniger angstbehaftet, aber nicht minder anspruchsvoll in der Zusammenstellung seiner begrenzten Zutaten. Und als ich vom Level eines schmeckt-immerhin-besser-als-tiefkühlteig-Pizzateiges zum oh-mein-gott-wie-geil-kann-eigentlich-hefeteig-sein-Pizzateig aufgestiegen bin, wäre es nur ein kurzer Weg gewesen zum unglaublich fluffigen und jede Gemüsesuppe und jedes Grillbuffet bereichernden Pizzabrötchens gewesen. In der Realität lag dazwischen aber fast ein Jahr und jede Menge Pizzateig, der einfach keine Anstalten machte seine gewohnt dünn knusprige Form für die wohligen Rundungen eines Pizzabrötchens aufzugeben. Was ich damit sagen will: Leute, nehmt euren Pizzateig und macht Pizzabrötchen draus! Das ist mindestens genauso geil und nur halb soviel Aufwand. Esst! Mehr! Pizzabrötchen!

Als Beilage für 4 Personen braucht ihr:
• 250g Mehl
• ½ Päckchen Trockenhefe
• ½ TL Zucker
• 1 TL Salz
• 3 EL Olivenöl
• Ca. 150ml Wasser

Zu allererst – und das ist echt wichtig – gebt ihr die Trockenhefe mit etwas lauwarmem Wasser (zieht ihr von den 150ml ab) und dem Zucker in ein kleines Gefäß und lasst die Hefe ca. 10 min gehen. Wenn es leise knistert, verläuft alles nach Plan. Danach gebt ihr alle Zutaten inklusive dem Hefegemisch zusammen und verknetet es zu einem glatten und geschmeidigen Teig. Je nach Bedarf etwas Wasser oder etwas Mehl hinzugeben. Ich lasse das meine Küchenmaschine übernehmen, aber ihr könnt natürlich auch selbst Hand anlegen. Am Ende muss der Teig geschmeidig sein wie ein Babypopo und angenehm feucht, aber nicht klebrig. Legt ihn dann in eine Schüssel und lasst ihn mit einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort gehen, so lange ihr Zeit habt. Mindestens 2 Stunden, alles darüber hinaus ist prima, aber kein Muss. Nehmt dann euren aufgegangenen Teig und knetet ihn auf einer leicht bemehlten Fläche noch einmal ordentlich durch, damit die Luft wieder rausgeht. Anschließend formt ihr kleine Brötchen in eurer präferierten Größe und legt sie mit etwas Abstand auf ein bemehltes Backblech. Bei 200°C Ober-/Unterhitze kommen die Brötchen für 10-20 min je nach Größe in den Ofen. Wenn sie ganz leicht gebräunt sind, sind sie perfekt.

Pizzateig

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