Tatort Küche (ohne Til Schweiger)

Samstag, 09.01.2016, 21:34 Uhr
Das Erste was mir am Tatort auffällt ist die umgekippte Rührschüssel auf dem Boden und die Fußspuren im Mehl, die vom mit fettigen Fingerabdrücken übersäten Kühlschrank ans andere Ende des Raumes führen.

Zerbrochene Eierschalen liegen auf dem Tisch neben einem großen Küchenmesser. Das Labor wird mir später mitteilen, dass sie dort Hefespuren gefunden haben. Überall sind rote Spritzer. Erschrocken greife ich nach meiner Waffe. Langsam, ganz langsam ziehe ich sie aus dem Holster an meiner Hüfte, als ich den Tatort weiter absuche. Da: das Opfer. Jung, blond, gut gebräunt und mit einer modischen Flechtfrisur liegt es nackt auf der Anrichte. Das Opfer riecht nach Alkohol. Ich will mir von der anderen Seite der Anrichte einen besseren Überblick verschaffen und mir stockt der Atem: an der Unterseite des Opfers befinden sich sowohl Bisspuren, als auch ein chirurgisch präziser, glatter Schnitt, mit dem mindestens 10 Zentimeter abgetrennt wurden. Auf einmal spüre ich heiße Luft, die mein Bein hochkriecht. Der Ofen muss wohl bis vor Kurzem noch an gewesen sein. Wahrscheinlich zur Beweisvernichtung überlege ich, als mich ein Geräusch herumfahren lässt. Hinter mir steht ein Mann Mitte Zwanzig mit schmutzigem T-Shirt und verschmiertem Gesicht. Er ist über meinen Anblick scheinbar genauso erschrocken wie ich über seinen. „Wer sind Sie? Sind Sie der Mieter? Was ist hier los?“, brülle ich ihn an. Er kaut und zuckt mit den Schultern. „Haben Sie diese Sauerei hier veranstaltet?“, brülle ich weiter, wobei sich meine Stimme fast überschlägt. Er kaut weiter und will sich an mir vorbei Richtung Opfer schieben. „Halt!“, rufe ich und richte meine Waffe auf ihn. „Sofort stehen bleiben. Haben Sie dafür überhaupt eine Genehmigung?“ Mit immer noch vollem Mund sagt er schließlich: „Fer find fie?“ „Wiebitte?“, erwidere ich. „Fafum find fie fin feifer Fohfung?“, artikuliert er weiter unverständlich, während ihm eine Rosine aus dem Mund fällt. Langsam begreife ich. Er kaut gerade auf dem Opfer.

Damit euer Hefezopf nicht zum Krimi wird braucht ihr:

  • 500g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • ¼l Milch
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 60g Zucker
  • 50g Butter oder Pflanzenfett
  • Schale einer Zitrone (ich hatte keine und hab die Schale einer Limette genommen – ist genauso lecker J)
  • Wer mag gibt noch 100g Rumrosinen dazu

Zur Deko:

  • Kondensmilch (Soyacuisine als laktosefreie Alternative geht auch)
  • Hagelzucker
  • Mandelblättchen

Vermengt Mehl und Hefe in einer großen Schüssel. Gebt anschließend die restlichen Zutaten bis auf die Rosinen dazu und bereitet euch auf 10 Minuten schweißtreibendes Kneten vor. Im Ernst: ihr müsst richtig heftig kneten, damit der Teig schön locker wird und die Hefe anschließend ihre Arbeit tun kann. Ich hab es mir einfach gemacht mit unserer neuen Küchenmaschine, wer aber keine hat und nicht gut trainiert in den Armen ist, sollte lieber einen starken Freund einladen. Wenn der Teig schön geschmeidig geworden ist, gebt ihr die Rosinen dazu und knetet sie nur ganz leicht unter, damit sie nicht kaputt gehen. Anschließend deckt ihr den Teig mit einem Geschirrtuch zu und lasst ihn an einem warmen Ort mindestens 30 Minuten gehen.

Wenn der Teig nach 30 Minuten aufgegangen ist, knetet ihr ihn nochmals kurz durch und teilt ihn in 3 gleichgroße Portionen ein und formt darauf 3 gleichdicke Stränge. Wenn er noch nicht sichtbar aufgegangen ist lasst ihr ihn lieber nochmal 30 Minuten liegen. Und jetzt kommt die Stelle mit dem Flechten. Wenn ihr das selbst nicht könnt, bittet eine weibliche Person eures Vertrauens es euch zu zeigen oder für euch zu machen. Am besten wird der Hefezopf gleich auf einem mit Backpapier belegten Backblech geflochten. Ich habe ihn quer aufs Blech gelegt damit er ganz drauf passt. Jetzt müsst ihr euren Zopf nur noch mit der Kondensmilch bestreichen und mit den Mandelblättchen und dem Hagelzucker bestreuen und bei 170°C 35-40 Minuten im Ofen schön goldbraun werden lassen. Lasst ihn nach dem Backen noch auf dem Backblech ruhen bis er kalt geworden ist, bevor ihr ihn anschneidet.Hefezopf

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