Balkan- Hanuta

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Balkan-Hanuta

Seit einigen Jahren versuche ich nun schon allerhand Süßes, Salziges, Einfaches, Kompliziertes und jede Menge nostalgische Erinnerungen Weckendes nach den Rezepten meiner leider schon lange verstorbenen Großmutter nachzukochen bzw. zu –backen. Aber in den allermeisten Fällen kann ich mich auf den Kopf stellen und komme nicht an den Originalgeschmack heran. Auch wenn alle Probeesser in Beifallsbekundungen ausbrechen; Mein Urteil heißt nur: Schmeckt nicht wie bei Oma.

Das Problem an sich dabei ist, dass es einfach keine Rezepte gibt. Wahrscheinlich hatte auch schon ihre Mutter keine geschriebenen Rezepte, als sie ihr im ehemaligen Jugoslawien das Kochen und Backen beibrachte. So eine richtige Mutter-Tochter Verschwörung also.

Und jetzt sitze ich hier, ohne Rezept und ohne Erwartungen und suche nach Inspiration für den nächsten #CookieFriday. Nicht zu süß soll es sein. Eigentlich außen gar nicht süß. Eigentlich sind Hanutas toll; besonders die kleinen, mit viel Waffel. Moment; da war doch was. Diese zuckersüße Karamell-Schokoladencreme mit den Keksstückchen und den Nüssen drin, an der ich so gerne heimlich genascht habe, wenn meine Oma sie zum abkühlen in den Keller gestellt hat. Die dann zwischen riesigen „Oblatne“ verteilt wurden und so akkurat in Rauten geschnitten wurden. Das wars: die werden jetzt probiert.

Und was soll ich sagen: Es lag nicht daran, dass ich keinen Anspruch mehr auf Absolution hatte, aber dieses „Balkan-Hanuta“ hätte tatsächlich genau so von meiner Oma gemacht worden sein können. Beinahe höre ich sie in meinem Kopf sagen „Susanka, probier mal ein Stückchen!“

Zutaten:

• 250g Butter
• 100g Schokolade
• 300g Zucker
• 250ml Sahne
• 200ml Milch
• 150g gemahlene (oder fein gehackte) Nüsse, ich habe Walnüsse genommen, aber es geht auch jede andere beliebige Nuss
• 150g gemahlene Vollkorn-Butterkekse
• 2 TL Vanillearoma
• Eine Packung Oblaten (gibt’s in jeder gut sortierten Internationale Spezialitäten -Abteilung im Supermarkt; sie haben ca. A3 Format)

Lasst Butter und Zucker in einem großen Topf unter Rühren und mittlerer Hitze schmelzen und rührt anschließend die Sahne unter. Rührt solange, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind und kocht das Ganze einmal gut auf. Wieder zurück auf mittlerer Hitze kommen Milch und Schokolade hinzu und die Masse darf sich abkühlen bis sie nur noch lauwarm ist. Am besten geht das im Keller oder auf einem Balkon; ich habe sie aber einfach für ca. 15 Minuten ans geöffnete Fenster gestellt.
Jetzt könnt ihr die gemahlenen Nüsse und Kekse unterheben und die Oblaten kommen auch endlich zum Einsatz.
Legt eine Oblate mit der feingemusterten Seite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und gebt eine ordentliche Portion der Füllung darauf. Verstreicht sie gut bis an den Rand und legt anschließend wieder eine Oblate darauf; diesmal mit der grobgemusterten Seite nach oben und drückt sie leicht an. Macht genauso weiter bis die Oblaten und die Füllung aufgebraucht sind (bei mir war die Füllung leider eine Oblate zu früh alle, aber das muss ja keiner wissen) und legt ein Backblech oben auf euer Riesenhanuta.
Darauf könnt ihr dann möglichst gleichmäßig ein oder mehrere schwere Dinge verteilen, denn die Oblaten würden sich sonst wieder lösen. Lasst alles über Nacht so stehen und schneidet am nächsten Tag jeweils schräge, dicke Streifen von der Oblate ab, um euren Hanutas eine hübsche Rautenform zu verpassen.

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