How to Hendl

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Grillhendl sind einfach besser als die aus dem Ofen. Sie sind knuspriger, saftiger und haben mehr Aroma. So ein Schmarrn. Genauso gut könnte man behaupten, dass Grillhendl verkohlt, vertrocknet und übersalzen sind. Das Ausschlaggebende ist immer der Koch, der beim Würzen zu zaghaft oder zu wild ist oder vor lauter kühlem Bier den Gockel vergisst. Ein einfacher Einsteigerguide, mit dem ihr auch im Winter ein perfektes Hendl auf den Tisch zaubert.

Der Vorteil daran, sein eigenes Hendl zu braten ist, dass ihr es selber in der Hand habt, woher ihr euer Geflügel bekommt. Warum das wichtig ist, lest ihr in diesem Artikel. Das folgende Rezept benutzt die mittlerweile nicht mehr ganz so geheime Methode, das Hähnchen von Innen zu dämpfen und von außen zu braten. Das geht am einfachsten mit einer Dose, was aber leider nicht ganz unbedenklich ist, da die Brauereien das Äußere der Alugetränkebehälter nicht wie das Innere lebensmitteltauglich beschichten müssen. Es können also Bestandteile der Farbe, von Kleber oder anderen Rückständen in euer Huhn kommen. Zudem muss ich ganz ehrlich sagen, dass die Dose auch ziemlich instabil auf einem Grillrost oder Backblech steht. Optimaler sind Lösungen zum Beispiel von Römertopf oder Weber, die standfest, stabil und lebensmittelecht sind. Zudem fangen sie das tropfende Fett auf, was beim Grillen Fettbrand verhindert und den Ofen sauber hält. Zusätzlich könnt ihr daraus eine leckere Soße zaubern, wenn noch Reste vom Huhn am nächsten Tag übrig sind. Jetzt aber ran an das Huhn.

Was ihr braucht:

  • Huhn, grillfertig
  • Geflügelständer, Dose o.ä.
  • 500 ml Bier
  • Küchenthermometer

Für die Marinade (Grundidee, bitte rumprobieren!)

  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Kräuter ( z.B. Thymian, Rosmarin, Basilikum, Salbei etc.)
  • 1 Esslöffel Paprikapulver
  • 1 Esslöffel Oregano 
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 TL Honig
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • evtl. etwas Schärfe durch Chili, Tabasco oder mein Liebling: Cholula Sauce

Wascht das Huhn und tupft es trocken. Den Knoblauch sehr fein hacken und mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und mit einer Gabel gut verrühren. Mit Bier so lange verdünnen, bis die Marinade nur noch leicht zähflüssig ist. Gegebenenfalls mit Honig ausgleichen. Das Huhn mit der Marinade richtig schön einreiben, auch Innen! In Plastikfolie einwickeln und im Kühlschrank 2-8 Stunden marinieren lassen. Je länger, desto schmeckt!

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Falls ihr eine Dose Bier gekauft habt, trinkt sie halb leer, das reicht für das Dämpfen und ist gut für den Chefkoch. Stülpt das Hendl über die (offene) Dose. Falls ihr einen Geflügelständer mit Dämpfer besitzt, füllt das restliche Bier in den Dämpfer und setzt das Huhn drauf. Falls der Ständer keinen Dämpfer besitzt, füllt etwas Bier in die Fettauffangschale, das funktioniert auch! Schneidet in die Brüste je einen Schlitz und steckt die Flügelenden hinein, so als ob das Huhn die Hände in den Brusttaschen hätte.

Das Hähnchen in den Ofen stellen und nach 10 Minuten die Hitze auf ungefähr 165-170 Grad reduzieren. Jetzt dem Huhn 1 Stunde Zeit geben. Mit dem Fleisch- oder Allzweckthermometer an der dicksten Stelle des Schenkels messen. Ist die Temperatur über 82°C ist das Huhn perfekt. Lasst es kurz abkühlen und genießt dann das saftige Fleisch und die knusprige Haut.

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sieht super lecker aus 😊

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    1. Messi sagt:

      Dankeschön, war es auch. Dry rub geht zwar schneller, aber durch die Marinade ist auch die letzte Faser voll mit intensivem Aroma. Vielleicht machst du ja mal ein Foto von Deinem Versuch? Würde uns freuen!

      Gefällt 1 Person

  2. Hate..Quatsch. hatte gestern und heute Hähnchenherzen, … das beste Fleisch vom billigen Verwertungsprodukt. Danke allen, die für hohe Preise kaputtgewürzte Flügel abschlecken und den guten Rest nicht in Afrika abwerfen, hach, feines Muskelfleisch für mich! 🙂

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