Kleine Sünden zum Nachtisch

Crema Catalana

Nicht nur Spanienreisende kennen und lieben diese süße Köstlichkeit, über deren Herkunft man sich in Fachkreisen nicht ganz einig wird. Angeblich haben die Engländer die Creme schon im 17. Jahrhundert in Cambridge erfunden. Hartnäckiger hält sich aber die Annahme, dass die Crema Catalana im 18. Jahrhundert in einem Kloster in Katalonien zu Ehren des heiligen Joseph hergestellt wurde; daher auch der Name „Josephscreme“. Traditionell wird sie in spanischen Familien immer noch am 19. März, dem Josephstag, verspeist.

Mir ist diese süße Sünde zum ersten Mal in der 7. Klasse im Spanischbuch begegnet und nachdem ich schon einige schlechte Imitate und Variationen probiert habe, ist es nun endlich an der Zeit das Original zu genießen. Ja, wenn man nicht alles selber macht…

Die Zutaten sind ganz simpel:

500ml Milch
3 Eigelb
100g Zucker
20g feine Speisestärke
1 Zimtstange
etwas Zitronenschale

für die Karamallsoße (als kleines Highlight):

1 Becher Sahne
80g Zucker
20g Vanillezucker

Als erstes kommt die Karamellsoße dran:

  1. Denk Zucker und den Vanillezucker in einen breiten Topf geben und auf mittlerer Stufe erhitzen, bis der Zucker schmilzt.
  2. Den Topf immer mal wieder anheben und leicht den Zucker hin und her bewegen, damit er gleichmäßig schmilzt.
  3. Wenn der Zucker vollständig geschmolzen ist, leicht umrühren und karamellisieren lassen, bis er eine schöne hellbraune Farbe hat. Aber vorsicht! Lieber etwas zu kurz als zu lange auf dem Herd lassen, da der Zucker schnell bitter wird.
  4. Den Topf vom Herd nehmen, ein paar Minuten abkühlen lassen und nach und nach unter Rühren die Sahne dazugeben. Achtet darauf, dass sich das Karamell gut mit der Sahne verrühren lässt; sollten sich Klumpen bilden, könnt ihr die Masse wieder unter ständigem Rühren leicht erhitzen, bis alles wieder flüssig ist.
  5. Den Karamellsoße nun in die Schälchen füllen, bis der Boden bedeckt ist.

Nun zur eigentlichen Creme:

  1. 5 EL der Milch übrig lassen und die restliche Milch mit der Zimtstange und der Zitronenschale in einem Topf aufkochen lassen.
  2. Währenddessen die Eier trennen und die Eigelb mit dem Zucker verrühren.
  3. Die Milch vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen.
  4. Die feine Speisestärke zu der übrig gelassenen Milch geben und rühren, bis keine Klumpen mehr da sind. Anschließend zur übrigen Milch geben und unter Rühren nochmals aufkochen.
  5. Die Milch nun durch ein Sieb zu der Eier-Zucker-Masse geben und alles nochmals aufkochen lassen, bis die Creme beginnt fest zu werden.
  6. Den Topf vom Herd nehmen und leicht abgekühlt in die Schälchen auf die Karamellsoße geben.

Die mit Frischhaltefolie bedeckten Schälchen stellt ihr nun für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank. Achtet dabei darauf, dass die Frischhaltefolie auf der Creme aufliegt; so kann sich keine Haut bilden.

Kurz vor dem Genießen kommt noch das Highlight: Der Karamelldeckel. Traditionell verwendet man dafür ein eisernes Gerät, das wie ein großer Tauchsieder aussieht. Es wird erhitzt und dann vorsichtig auf die großzügig mit Zucker bestreute Creme gesetzt. Wichtig dabei ist, dass es immer nur ganz kurz aufgesetzt wird, da der Zucker sehr leicht verbrennen kann. Für alle (mich eingeschlossen), die nicht im Besitz dieses tollen Geräts sind, kann man auch einen kleinen Bunsenbrenner verwenden; den findet man in vielen Haushaltswarengeschäften.

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