Mit diesem komischen Trick haltet ihr alle Neujahrsvorsätze ein!

DSC_5862

Mal ehrlich, wenn man euch eine Liste aller Neujahrsvorsätze vorlegen würde, die ihr je geschworen habt, wäre das wohl sehr ernüchternd. Mit 23 merkt man langsam, dass in der Neujahrsnacht kein universeller Reset durchgeführt wird und wir tatsächlich nur auf der Schattenseite der Erde bei ihrem Sonnenumlauf stehen, Alkohol trinken und unsere Stadt vernebeln – Mist. Gott sei dank sind Sue und ich keine Fatalisten und haben einen überraschenden Trick, mit dem ihr mehrere Vorsätze auf einmal haltet. Aus dem Exzess der Neujahrsnacht werden so manche Vorsätze geboren. Unter den häufigsten Vorsätzen sind laut aponet.de Stressabbau, mehr Zeit für die Familie zu haben, gesündere Ernährung und damit Abnehmen und sparsamer zu sein. Bei allen geht es um schlechte Angewohnheiten und Verhaltensweisen des Alltags, die uns im Einzelnen meistens gar nicht auffallen und ihre negativen Auswirkungen erst spürbar machen, wenn es zu spät ist. Und genau hier liegt die Schwierigkeit, wenn man die Laster wieder loswerden möchte. Was jahrelang antrainiert ist, braucht auch wieder Zeit zum abgewöhnen. Die meisten werden schon nach einer Woche wieder aufhören, da die Ziele unerreichbar wirken. Wer seinen Facebook- oder Twitterfeed zur Zeit anschaut, wird sogar einen regelrechten Wettbewerb feststellen, wer seine Neujahrsvorsätze zu erst bricht. So sehr haben wir uns als Gesellschaft damit abgefunden, dass der Einzelne nichts ändern kann und so sehr lieben wir den Konsum und den Exzess, der unserem Leben einen Sinn zu geben scheint.

Bevor wir jetzt schon wieder fatalistisch klingen: Leute, kocht endlich selber! Es gibt nichts Stressbefreienderes als in einer sauberen Küche umgeben von bunten, zart duftenden Zutaten die nächsten Schritte im Kopf zu planen. Egal ob ihr den Alltag mit eurer Lieblingsmusik aus der Küche verbannen könnt, oder ob ihr den Frust und die Anspannung an der Paprika ablassen wollt – spätestens mit dem ersten Bissen schmeckt ihr die Freiheit von eurem nächsten Projekt, den Klausuren oder der Seminararbeit. Kochen erdet euch, da es etwas so Grundlegendes ist. Nur ihr, eure Feuerstelle, ein Messer und ein Topf. Es dreht sich nur um euch und was euch schmeckt. Natürlich kann man im Nachhinein ein Foto schießen und sich seine Likes abholen. Für einen kurzen Moment aber seid ihr nur auf euch selbst fokussiert. Mehr noch als auf dem stillen Örtchen, denn in der Küche hat man keine Hand frei für sein Smartphone.

Kochen ist aber alles andere als egoistisch. Im Gegenteil, das Gefühl jemandem zuzusehen, wie er jeden Bissen mit einem Lächeln zum Mund führt und noch 2 mal nachschöpft, ist unvergleichlich. Den Geschmack von jemand anderem zu treffen erfordert aber ein hohes Maß an Empathie. Kocht mit eurer Familie und ihr werdet euch besser kennen lernen und nie wieder unzufriedene Gesichter vor den Tellern sehen. Gerade Kinder sollten mit Essen etwas anderes verbinden, als diese debile Puddingkuh Paula oder den Bruder von Pennywise, dem Killer-Clown. Wobei Ronald McDonald wohl eine höhere Zahl an Menschen durch Diabetes getötet haben dürfte, als Menschen „Es“ von Stephen King gelesen haben.

Bei guten Zutaten sollte man zugegebenermaßen nicht sparen, aber wer behauptet, Essen zu gehen wäre billiger als zu kochen, der verkalkuliert sich. Mindestens die Hälfte vom Preis eurer Gerichte ist die Arbeitszeit des Kochs und die Miete. Oft werden nur 30% des Preises für die Zutaten kalkuliert, was zum Teil auch durch die Menge relativiert wird. Aber selbst exotische Zutaten müssen nicht teuer sein, das folgende Gericht wurde zum Großteil im Asialaden um die Ecke gekauft, der sogar frisches Gemüse und Gewürze zu fairen Preisen führt. Alles in Allem haben die Zutaten 20 Euro gekostet, davon haben wir aber mindestens 4 Portionen. Es soll mir jemand ein Restaurant zeigen, in dem ich für 5 Euro ein Essen in dieser Qualität bekomme und die Köche anständig bezahlt werden. Wenn ihr selber bewusst einkauft, das heißt auf Herkunft, Inhaltsstoffe und Preis achtet, werdet ihr gesünder und sparsamer leben.

Wir sind fest davon überzeugt, dass selber Kochen die Welt ein Stück besser machen kann, wenn es dazu beiträgt, dass wir uns bewusster ernähren und damit auch bewusstere Konsumentscheidungen treffen. Sue und ich haben uns für dieses Jahr zum Beispiel fest vorgenommen noch mehr darauf zu achten wo unser Fleisch herkommt und lieber weniger davon zu essen wenn das heißt, dass wir dafür gesünderes, „ethisch vertretbares“ und damit geschmackvolleres Fleisch essen. Am Ende gilt immer, Schritt für Schritt langsam Veränderung herbeizuführen und Teilerfolge zu feiern. Nehmt zum Beispiel unser superleichtes (Thai-) Curry Rezept, mit dem ihr ohne viel Aufwand euch und alle anderen glücklich machen könnt und als Basis für eure Kreativität dient.

Einkaufsliste (4 Portionen):

  • 500g Fleisch, Tofu oder Fisch
  • 2 Esslöffel Currypaste
  • 1 Dose Ananas, Mango, Papaya oder Litschis
  • 2 Stangen Zitronengras in feinen Scheiben
  • 10 Cocktailtomaten
  • Gemüse (z.B. Broccoli, Paprika, Karotten)
  • 500 ml Kokosmilch
  • frischer Koriander
  • 1 El Öl
  • Fisch- oder Sojasauce
  • Saft einer Limette

Bei Rind- oder Schweinefleisch solltet ihr das Fleisch zuerst mit Sojasauce marinieren und in kleinen Würfeln kurz und sehr kräftig anbraten. Achtet dabei darauf, dass jeder Fleischwürfel 1 cm Platz an allen Seiten hat, sonst wird das Fleisch zäh. Stellt es danach kurz bei ca. 85 Grad im Ofen warm. Hühnerfleisch, Tofu und Fisch könnt ihr in mundgerechte Stücke schneiden, die nacher wieder ins Spiel kommen. Erhitzt das Öl in einem Wok oder einer hochwandigen Pfanne, rührt die Currypaste ein und wartet bis der Duft eure Küche belebt. Jetzt könnt ihr das Gemüse hinzufügen und kurz anbraten. Gebt dann die Kokosmilch und das abgetropfte Obst hinzu und kocht das ganze kräftig auf. Gebt nun die Zitronengrassscheiben, den Limettensaft und das Fleisch/Tofu/Fisch hinzu und lasst das ganze 5-10 Minuten lang köcheln. Falls ihr die Wurzeln vom frischen Koriander habt, gebt diese kleingehackt dazu! Zwischendurch immer wieder mit Sojasauce/Fischsauce abschmecken, ein bis zwei Esslöffel verträgt die Sauce leicht. Wenn das Fleisch/Tofu/Fisch durch ist, gebt die ganzen Tomaten hinzu und streut grob gehackte Korianderblätter darüber. Macht euch etwas mehr Reis, ihr werdet nicht genug von der Sauce bekommen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s