Banana for scale/fail

Banana

Ist es euch auch schonmal so ergangen, dass beim Backen plötzlich die Kreativität mit euch durchging und das Ergebnis voll in die Hose ging?  Letzten Montag hatte ich die fixe Idee ein Bananenrestbestandsverwertungsprogramm namens Bananenbrot zu starten, zu dem ich aber kein Rezept gefunden hatte, dass meinen Vorstellungen entsprach. Deshalb habe ich mir zur groben Orientierung 2 Rezepte rausgesucht und nach Gefühl Datteln, Nüsse, Honig, Kakao und Spekulatiuscreme reingemischt. Das Ergebnis war ein außen angebrannter und innen feuchter Teig, der dann beim Versuch ihn aus der Backform zu befördern, auch noch in seine Einzelteile zerbrach.

Ziemlich enttäuscht wollte ich das Ganze schon wegschmeißen. Da ich aber auf der Arbeit versprochen hatte Beweismaterial von meinem Backabenteuer mitzubringen (und mir nicht die Blöße geben wollte völlig versagt zu haben), strapazierte ich meine grauen Zellen und dabei ist mir der Kuchen eingefallen, den jemand auf der letzten Halloween-Party dabei hatte. Der Kuchen bestand aus einem einfachen Schokoladenteig, in dem sich aus einem anderen Teig ausgestochene Fledermäuse befanden. Wenn Leute also extra Kuchen backen, um ihn dann in einen anderen einzubacken, dann muss das auch mit meinem Bananenunfall möglich sein. Also hab ich am nächsten Tag einen ganz simplen Teig angerührt und die genießbaren Teile meines Bananenbrotes reingekrümelt. Ab in den Ofen damit und raus kam ein Kuchen, der weder verbrannt noch zu feucht war und als Bonus auch noch ziemlich gut geschmeckt hat. Ich kann euch also nur empfehlen Backunfällen – egal wie hoffnungslos – eine zweite Chance zu geben; beim zweiten Versuch sollte man sich aber doch lieber möglichst genau an das Rezept halten, um weitere Unfälle zu vermeiden.

Für den Allesretterteig braucht ihr:
• 200g Weizenmehl
• 2 TL Backpulver
• 200g Zucker
• 115g Butter (ich habe Rama genommen weil ohne Laktose – ihr erinnert euch)
• 2 Eier
• Vanillearoma (oder ersetzt einfach einen Teil des Zuckers durch Vanillezucker)
• 120 ml Milch (laktosefreie, Soyamilch vertraue ich beim Backen noch nicht so ganz)

Verrührt die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillearoma, bis die Masse schön cremig wird. Gebt dann die beiden Eier dazu und rührt weiter, bis alles klumpenfrei ist. Mischt nun das Mehl mit dem Backpulver in einer separaten Schüssel und gebt nun immer abwechselnd etwas Milch und etwas Mehl zur Buttter-Zucker-Eiermasse und rührt kräftig, bis alles zu einem schönen glatten Teig geworden ist. Teilt nun den Teig in zwei Schüsseln auf und krümelt euren „verunglückten“ Kuchen in die eine Hälfte des Teiges und verrührt alles vorsichtig. Nun könnt ihr entweder eine Springform oder eine Kastenform ofenfertig machen (wie ihr lieber mögt, entweder mit Butter ausstreichen und dann etwas gemahlene Nüsse darauf verteilen oder die sichere Variante: mit Backpapier auslegen) und etwas von dem Teig ohne Kuchenkrümel auf dem Boden und den Seiten verteilen. Gebt nun den Teig mit den Kuchenkrümeln darauf und „verschließt“ ihn mit dem restlichen Teig ohne Krümel.

Lasst das Ganze bei 175°C ca. 30-45min im Ofen garen und schaut öfter mal rein, damit nichts anbrennt. Bevor ihr den Kuchen rausnehmt, macht auf alle Fälle den Zahnstochertest. Bleibt noch Teig kleben gebt ihr dem Kuchen lieber noch 5-10min. Wem der Kuchen schon braun genug ist, kann dabei auch gerne die Temperatur etwas reduzieren oder ein Stück Backpapier über den Kuchen legen. Viel Spaß beim ausprobieren und Kuchen retten!

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