Ab vor den Fernseher, Abendessen ist fertig

Im heutigen Eintrag wollen wir euch einmal nicht mit eigenen Rezepten und Einblicken versorgen, sondern eine Serienempfehlung aussprechen. Vor einiger Zeit in einer Prokrastinationsphase stolperte ich über die Netflix Eigenproduktion „Chef`s Table“. Das Titelbild reicht, um anzukündigen, was für ein optisches Feuerwerk auf einen wartet. Ein einzelner Seestern, dessen schwarze, stachelige Hülle mit dem goldenen Fleisch gefüllt ist und mit dezenten Farbtupfern abgerundet ist.

Die Folgen laufen alle nach einem einfachen Prinzip. Dem Zuschauer wird ein Koch und seine Idee präsentiert, um danach seinen Werdegang im Detail abzubilden. Dabei wird sehr viel Wert auf den Charakter des Chefkochs gelegt und seine Message in den Vordergrund gestellt. Auch lernt man einiges über besondere Zubereitungsformen wie Erdlochkochen, oder über Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Das relativ eng gestrickte Korsett der Storylines ist dadurch in jeder Folge einzigartig und spannend. Dies wird auch dadurch erreicht, dass das Privatleben der Protagonisten intensiv beleuchtet wird.

Allerdings liegt hier auch der einzige Schwachpunkt der Serie. Manche Chefköche sind, mit Recht, sehr von sich selber überzeugt und wirken zumal sogar arrogant. Dies färbt natürlich stark auf die jeweilige Folge ab und manchmal hat man das Gefühl die Person hinter dem Kochtopf lieber nicht so genau kennengelernt zu haben. Natürlich ist dies sehr subjektiv und es kann sein, dass ihr das gar nicht so wahrnehmen werdet. Soweit ist das nur unsere Seherfahrung.

Definitiv spektakulärstes Merkmal der Serie sind die Aufnahmen vom Essen. Manchmal ist einem nicht bewusst, ob man eine Landschaft sieht, oder ein Gericht. Der größte Nachteil der Mattscheibe ist ja bekanntlich der fehlende Geruch. Diesen misst man aber kaum, da man so beschäftigt ist das optische Feuerwerk zu verarbeiten. Form und Farbe überraschen einen jedes Mal und lassen den Zuschauer oft sprachlos zurück. Zugegebenermaßen ist es auch interessant die kunstvollen Teller einmal in Bewegung zu sehen. Die Zubereitung selber wird mit sinnvollen Slow-motion Aufnahmen eingefangen und erhebt jeden Schritt des Kochens zur Kunst. Abgerundet wird der sinnliche Eindruck mit passender Musik, die dem gezeigten manchmal etwas zu viel Dramatik verleiht.

Abschließend kann man nur sagen, dass wir jede Folge genossen haben und unvorstellbar viel Inspiration für Zutaten, Aromen und Dekoration mitgenommen haben. Natürlich ist es auch beeindruckend zu sehen wie die wahren Stars unserer Zeit in der Küche agieren. Nur zu, nennt uns Fangirl und Fanboy.

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