Endstation für den Ananas-Express

am

Ananastorte

Es gibt Dinge, die hasst man einfach. Wieso? Weil man es schon immer getan hat. Manchmal erinnert man sich vielleicht gar nicht mehr so genau daran wie alles begann; übrig geblieben ist nur der fortwährende Hass. Jetzt sollte man diesen Dingen zu seinem eigenen Wohlbefinden und dem seiner Mitmenschen vielleicht besser aus dem Weg gehen. Manchmal geht das aber einfach nicht. Dann kann man diesen Dingen aber wenigstens einen schönen und weitaus weniger vorbelasteten Namen geben, damit man mit ihnen  zumindest etwas Positives verbindet und sich ein sanfter Schleier über den sonst nackten Hass legen kann.

Im Falle meiner Kolleginnen ist das die Ananas. Schön süß und quietschgelb vergnügt stelle ich mir die stereotypische Ananas vor, die meine Kolleginnen jedes Mal aufs Neue versucht aufzumuntern, wenn der Ananas-Express unaufhaltsam auf sie zurast.

Um diese Tapferkeit zu würdigen, habe ich ihnen letzte Woche eine Auszeichnung in Form einer Ananas-Torte verliehen. Denn wenn Liebe durch den Magen geht, lässt sich der Hass so vielleicht auch etwas besser verdauen.

Für eine 26-28cm große Springform braucht ihr neben ein paar Stunden Zeit folgende Zutaten.

Für den Teig:
• 5 Eier
• 3 EL Wasser
• 135g Rohrohrzucker
• 1TL Rumaroma
• 60g Mehl
• 1TL Speisestärke
• 100g gemahlende Haselnüsse
• 100g fein gehackte Zartbitterschokolade

Für die Füllung:
• 1 Päckchen Schokoladenpudding-Pulver
• 1 EL Rohrohrzucker
• 350ml Milch
• 175g weiche Butter
• 200g Nuss-Nougat
• 1 Dose Ananasstücke (ca. 340g)

Für die Deko:
• 100g dunkle Kuchenglasur
• 25g helle Kuchenglasur
• Weiße und braune Schokoherzen
• 120g Haselnusskrokant

Gebt Eier und Wasser in eine große Schüssel und schlagt sie eine Minute lang auf höchster Stufe eines Rührgerätes eures Vertrauens schaumig. Dabei streut ihr den Rum und den Zucker unter Rühren ein und schlagt alles zusammen weitere 2 Minuten. Die restlichen Zutaten für den Teig vermischt ihr in einer zweiten Schüssel, gebt alles zur schaumigen Masse und rührt dann alles nochmal auf niedrigster Stufe zusammen. Anschließend kann der Teig auch schon in eine Springform, deren Boden ihr mit Packpapier ausgelegt habt und ihn sowie die Ränder danach gut mit Butter eingerieben habt. Im unteren Drittel eures Ofens backt ihr so euren Biskuitboden für ca. 45 Minuten. Danach wird er zum Abkühlen mit dem Backpapier zusammen aus der Form genommen und auf ein mit Backpapier belegtes Kuchenrost gestürzt.

Nun kommen wir zur Füllung. Dazu bereitet ihr zuerst den Schokopudding wie gewohnt zu, verwendet jedoch nur einen Esslöffel Zucker und nicht die auf der Packung angegebenen 40g. Nachdem ihr den Pudding eine Minute lang gekocht habt, füllt ihr ihn in eine Schüssel und gebt das Nougat stückchenweise unter Rühren dazu und lasst es so sanft schmelzen. Während der Pudding abkühlt, lasst ihr die Ananasstückchen abtropfen (der Saft wird nicht benötigt) und schneidet alle Stückchen bis auf so viele klein, wie ihr zum Verzieren der Torte verwenden möchtet.

Und jetzt ist auch schon stapeln und verzieren angesagt: Zieht das mitgebackene Backpapier vorsichtig von eurem Boden ab und schneidet ihn einmal mittig waagerecht komplett durch, damit ihr einen Boden und einen Deckel habt. Den Boden legt ihr für später auf eine Tortenplatte mit der angeschnittenen Seite nach oben. Den Deckel legt ihr mit der angeschnittenen Seite nach unten auf eine ebene Unterlage, damit ihr die schöne glatte Oberfläche verzieren könnt. Dazu schmelzt ihr beide Schokoladenglasuren und verteilt die dunkle Glasur komplett auf der Oberseite des Deckels. Für das Muster schneidet ihr von der hellen Glasurverpackung nur eine kleine Ecke ab, sodass ihr feine Linien zeichnen könnt. Zeichnet damit eine immer enger werdende Spirale von außen nach innen in die noch flüssige dunkle Glasur. Für das Muster zieht ihr mit einem Messer vorsichtig abwechselnd von innen nach außen und von außen nach innen durch die noch flüssige Glasur. Zuletzt kommen die Schokoherzen einmal ganz außenrum in die noch flüssige Glasur und nun kann der Deckel trocknen, während wir die Füllung finalisieren.

Dazu wird die Butter cremig gerührt und die Schokopuddingmasse unter Rühren portionsweise dazugegeben. Zuletzt kommen noch die feingeschnittenen Ananasstückchen dazu. Ca. 3/4 der Creme kommt auf den nicht verzierten Boden auf die angeschnittene Seite und anschließend der verzierte Deckel darauf. Setzt mit einem Löffel oder einem Spritzbeutel Cremetupfen auf die Stellen, an denen eure Ananas-Stückchen halten sollen. Mit dem Rest der Creme streicht ihr noch den Rand der Torte ein und verteilt das Krokant großzügig darauf.

Am Besten entspannt sich die Torte nun über Nacht im Kühlschrank; mindestens aber für 2 Stunden.

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