Was essen Veganer eigentlich?

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Was essen Veganer eigentlich?
Diese Frage beschäftigt mich schon eine ganze Weile und vergangenen Mittwoch hatte ich dann die Gelegenheit zum Selbstversuch. Wir haben einen veganen Kochkurs in der Genusswerkstatt besucht und ein 4-Gängiges veganes Menü zubereitet, worüber ich – aufgrund mangenden Vorwissens – zugegebenermaßen ziemlich überrascht war.

Wer mit dem Thema nicht so ganz vertraut ist, denk wahrscheinlich als erstes an Tofu in den verschiedensten Formen, vollgepumpt mit Geschmacksverstärkern und Zuckercouleur, um nicht als Fleischersatzprodukt enttarnt zu werden. Gut, dann noch Gemüse und eine handvoll Salat, so groß kann die Auswahl also nicht sein, denn überall ist doch mindestens etwas Ei, ein Milcherzeugnis oder Gelatine versteckt.
Wagt man aber wie wir den Einblick in die vegane Welt durch echte Profis, entdeckt man ganz neue Möglichkeiten – weit abseits von vorgefertigten Ersatzprodukten.
Erst nachdem ich gesehen habe was man alles mit Quinoa, Chia-Samen, Algen, Hummus, verschiedenen Beeren und ausgefallenen Gewürzen wie Tonkabohnen und Zimtblüten kochen kann, fällt mir auf wie beschränkt unser bisheriger Speiseplan eigentlich aussah.
Schafft ihr es regelmäßig eure Essgewohnheiten zu durchbrechen und zum Frühstücksmüsli mal ein paar Goji-Beeren zu geben oder anstatt der Kartoffeln zum Mittagsessen einmal gebratene Manjokscheiben zu reichen?

Für uns also definitiv ein Grund unseren Horizont zu erweitern und mindestens einmal die Woche mehr oder weniger experimentelle vegane Rezepte auszuprobieren. Wenn euch auch die Neugier gepackt hat, dann fangt mit meinem Highlight von letztem Mittwoch an: Gebratene Auberginen auf Baby-Leaf-Salat mit Pinien- und Granatapfelkernen. Die ideale Vorspeise für alle, die sich von ihrem Steak doch nicht ganz verabschieden möchten.

Zutaten für 4:
• 1 Aubergine
• Meersalz
• Olivenöl
• Semmelbrösel
• 100g Baby-Leaf-Salat
• 1 Granatapfel
• 3-4 El Pinienkerne

Für das Dressing:
• 4 EL Olivenöl
• 1El Walnussöl
• 1El milder Essig (z.B. Balsamico)
• 1 EL Portwein
• 1El Orangensaft
• Orangenabrieb
• 1El Granatapfelsaft
• etwas Meersalz
• Pfeffer
• Eine Spur Zimtblüte
• Etwas Agavendicksaft

Wascht die Auberginen, schneidet sie in mitteldicke Scheiben und salzt sie Scheibe für Scheibe, damit die Bitterstoffe ausgeschwemmt werden. In der Zwischenzeit könnt ihr den Salat zubereiten.
Rührt alle Zutaten für das Dressing schön cremig und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. An den Granitapfelsaft kommt ihr am besten, wenn ihr den Granatapfel auf eurer Arbeitsfläche mit leichtem Druck hin und her rollt; so können sich die Kerne außerdem besser von der Schale lösen. Schneidet den Granatapfel nun vorsichtig quer über einer Schüssel ein und lasst erstmal den Saft herauslaufen, bevor ihr ihn ganz durchschneidet. Drückt die Schale nun leicht von außen nach innen und löst die Kerne einzeln aus den Trennhäuten.

Tupft nun die Auberginenscheiben mit Küchenkrepp ab, wälzt sie in den Semmelbröseln und backt sie in etwas Olivenöl (Vorsicht! nicht zu heiß werden lassen!) goldgelb. Anschließend legt ihr sie wieder auf Küchenkrepp und tupft sie ab. Als letztes die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett unter ständigem Rühren leicht goldbraun rösten.

Jetzt könnt ihr mit dem Anrichten beginnen: Gebt den gewaschenen Baby-Leaf-Salat in eine große Schüssel und vermischt ihn kräftig mit dem Dressing (am besten geht das mit den Händen). Verteilt nun eine gute Portion Salat auf euren Tellern und legt die Auberginenscheiben daneben. Zuletzt mit den Granatapfel- und Pinienkernen bestreuen.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Cordula sagt:

    In der veganen Küche gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Möglichkeiten was man alles essen kann. Doch das weiß nicht jeder. Gerade wenn man themenfremd ist, dann kann es einem schwer fallen sich da ein Bild zu machen.
    Von daher finde ich es toll, dass ihr mal den Selbstversuch wagt und vegane Rezepte ausprobiert ;).

    Falls ihr Rezeptideen sucht und vielleicht auch ein paar Antworten auf die Frage, was man als Veganer so alles essen kann, könnt ihr gerne auch mal auf meinem Blog vorbei schauen. Momentan widme ich mich mitunter der japanischen Küche. Falles es euch interessiert, selbstverständlich.

    Lg und einen schönen Sonntag
    Cordula

    Gefällt mir

  2. Sue sagt:

    Hallo Cordula,
    vielen lieben Dank 🙂 Dein Blog sieht toll aus! Da werden wir sicher einige Rezepte ausprobieren, besonders deine japanischen Rezepte klingen sehr lecker.

    Liebe Grüße und dir auch einen schönen Sonntag
    Sue

    Gefällt 1 Person

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